Billigflieger wie Easyjet oder Ryanair haben das Fliegen revolutioniert mit Preisen, welche günstiger sind, als der Taxipreis zum Flughafen. Die Rechnung ist einfach gewesen.
- moderne Flugzeuge mit wenig Spritverbrauch
- günstige Flughäfen mit niedrigen Gebühren
- viele Leistungen kosten separat (Gepäck, Essen)
- kurze Standzeiten
- Buchung möglichst früh, kaum Rückerstattung
- Abwicklung im Internet
Wir erinnern uns noch gerne an die Werbung, ist das Glas Sekt, CHF 500,- wert? Klar ist, dass früher Fliegen elitär und teuer gewesen ist und die Billigflieger den Massenmarkt geöffnet haben. Air Berlin ist zu eine der grössten Fluggesellschaften Europas aufgestiegen und viele Reisenden konnten unabhängig von Angeboten der Reiseveranstalter günstig fliegen.
Andererseits ist fliegen billig geworden und eigentlich fliegen wir zuviel. Die Billigflieger sind vermehrt auf Langstrecken aktiv. Die Wachstumsprognosen sind unter ökologischen Gesichtspunkten eine Katastrophe (entnommen von IATA)
1970: 0,31 Mrd
1980: 0,64 Mrd
1990: 1,02 Mrd
2000: 1,67 Mrd
2010: 2,63 Mrd
2020: 4,9 Mrd
2030: 7,8 Mrd
2040: 10,2 Mrd
Diese sehr grosse Zahl an Reisenden wird es geben, wenn Fliegen weiterhin günstig bleibt. Ein Rückkehr zu hohen Preisen halten wir für illusiorisch, die Politik ist schwach.
Wegen der Mobilität wird von der Wirtschaft das Fliegen eher gefördert und die Reiseindustrie wird immer mehr auf Fernreisen setzen. Persönlich wünschen wir uns, dass wir uns beschränken und bereit sind faire Preise zu zahlen. Der Luftraum ist gratis und für die Verschmutzung wird niemand zur Kasse gebeten.
Zudem wollen Menschen immer weniger für touristische Leistungen zahlen, wenn das Fliegen billig ist.